nach Hause fahren

In Braunschweig fragt eine junge Frau den Fahrer eines Fernbusses nach seinen Tarifen. Sie möchte nach Berlin und hat noch ca. 10€. Was nicht reicht. Wenn sie online gebucht hätte wäre es billiger, aber sie wäre doch auf Reisen und hätte gar keinen Internet-Zugang, aber so könne er wirklich nichts machen und es täte ihm Leid und das glaubt man ihm auch.
Die Menschen auf den ersten Sitzreihen im Bus hören den Dialog. Eine energische Frau auf Sitz 1 unterbricht ihr langes türkisches Gespräch mit der Nachbarin und fragt, um wie viel Geld es denn eigentlich geht. Was, so wenig? In zwei Sprachen werden dem Fahrer Münzen angeboten, die junge Frau vor dem Bus staunt, freut sich, was, das würden Sie wirklich tun? Offensichtlich, denn auch andere Fahrgäste zücken spontan ihr Geld. Die beiden Tibetischen Nonnen aus der zweiten Reihe fragen auf Englisch worum es geht und geben auch sofort etwas dazu. Kurz darauf steigt die Reisende strahlend in den Bus und umarmt alle die im Weg stehen, Danke, ich darf nach Hause fahren!
Der Fahrer sortiert die Unterlagen, murmelt Hier is wat los.

Bach to go

Kassenschlange in einem Musik- und Noten-Geschäft. Regennass warten vier Menschen auf den Kassierer, der hektisch hinter den Tresen geht. Der junge Mann der als erster in der Schlange steht, kauft eine Bachkantate. Der Kassierer nimmt das Geld, fuchtelt herum, sucht Wechselgeld, schaut hier und da hin, würdigt seine Kunden dabei keines Blickes, gibt mit Zagen und Seufzen sehr kleines Kleingeld raus und fragt mit etwas vorwurfsvollem Ton: „Möchten Sie eine Tüte?“

„Nein danke“, antwortet der junge Mann ruhig und schaut den Kassierer an „ich singe es gleich.“

Der Mann an der Kasse schaut zum ersten Mal hoch während sein Kunde den Laden verlässt. Die Kassenschlange kichert Minuten später immer noch.

Was Sprache macht

Kantinenschlange Deutsches Theater, Dienstagmittag. Anstatt zu bezahlen, fängt die lockige Kundin eine Debatte über das angeschriebene Menü an. Dort steht: Schweinebraten mit Klöße. Das müßte doch bitte „mit Klößen“ heißen, das sei doch ein Akkusativ, nn, mit KlößeN!, betont die Kundin. Die Kassiererin lächelt milde. Und wenn das jetzt um sich greife, schließlich sei das Deutsche Theater doch ein Vorbild, Deutsches Theater!, und das müsse man sich doch mal klar machen, man hätte doch eine Verantwortung! Die Kassenschlange wird unruhig, von Grammatik werde man schließlich nicht satt und man nähme die Klöße auch ohne nn. Die Kassiererin macht hmm und guckt und guckt noch mal auf die Tafel und befindet: Najut, wenn et Ihnen so stört.

Wachsen und Gedeihen

Unzweifelhaft kommt jetzt der Frühling. Menschen mit Garten planen und pflanzen für das kommende Jahr. Es wird gejätet und gesät,  die Stauden des letzten Jahres begutachtet, geschnitten und gedüngt.

Die Analogien zum persönlichen Wachstum, zu Wandel und möglicherweise zu einem Aufbruch zu etwas Neuem liegen auf der Hand.

Wir bieten Ihnen Workshops als möglichen Dünger für Ihre Vorhaben, damit es ein blühendes und fruchtbares Jahr wird. Unsere Seminarangebote finden Sie rechts in der Spalte.

Hallo Welt!

Willkommen auf der neuen Website von kommaacht!

kommaacht ist das Büro für Anliegen, die mit Kommunikation zwischen Menschen zu tun haben.

An dieser Stelle werden regelmäßig die geplanten offenen Veranstaltungen beworben, die weiterführenden Links finden Sie rechts in der Kiste.

Wir arbeiten systemisch und so ist auch unser Blick auf die Welt. Erkenntnisse und Beobachtungen werden wir hier mit Ihnen teilen und freuen uns über Rückmeldungen.

Diese Seite steckt zwar noch in den Kinderschuhen, doch wir bieten bereits ausgewachsene Angebote für Seminare, Trainings, Moderation … schauen Sie selbst!

So, und jetzt wird weiter gebaut, also bis später!